Berufsfeldpräsentation der Ökolandbau-Studiengänge

Um den Übergang vom Studium in den Beruf zu inspirieren lud das Career Service und die Studiengänge ÖLV und ÖAM, vertreten durch Marianne Nobelmann, am 26. November zur Berufsfeldpräsentation in die Alte Forstakademie ein. Zur Frage „Was kommt nach dem Studium?“ reflektierten an diesem Abend drei Alumni des Fachbereichs 2 aus ihrem persönlichen Erleben.

Den Einstieg lieferte zunächst Gesa Grundmann mit der Vorstellung des Postgraduiertenstudiengangs „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“ des Seminars für ländliche Entwicklung (SLE). Das SLE ist an die HU Berlin angegliedert und bildet jährlich 20 Studenten mit abgeschlossenem Masterstudium und möglichst Praxiserfahrung im Ausland interdisziplinär aus. Verlockend ist nicht nur dass die Referenten Praktiker in der Entwicklungszusammenarbeit sind, sondern auch das dreimonatige Auslandsprojekt, in dem die Teilnehmer eine Consultingstudie ausarbeiten, und die Vermittlungsquote der Absolventen von 95%.

Friederike Brennecke, ehemals Öko-Agrarmanagement-Studentin, arbeitet bei der landwirtschaftlichen Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH in Müncheberg (LAB). Die Stellenanzeige hatte sie auf dem Hochschulverteiler entdeckt. Die Beratungsfirma besteht seit 1992, Haupteigner ist der Bauernverband. Friederike ist für 2-3 Landkreise zuständig und entlastet die Landwirte, indem sie z.B. bei der Antragstellung hilft, Fördermitteloptimierung oder auch Arbeitszeitanalysen im Melkstand durchführt. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Rinderberatung. Gern können Interessierte Beraterluft schnuppern, wenn sie in der LAB ihre Bachelor- oder Masterarbeit schreiben.

Von Kuh und Kessel berichtete Anne Jendrzejewski. Sie schrieb ihre Bachelorarbeit gemeinsam mit der Gläsernen Meierei Münchehofe über Heumilch und die Fütterungsumstellung auf Hof Rittgarten. Nach dem Studium wollte sie gern in einer Käserei arbeiten und bekam eine Vollzeitstelle auf dem Biohof Eilte in Niedersachsen, wo auch Büffelmilch verkäst wird. Nach einem Jahr begann sie die Ausbildung zur landwirtschaftlichen Hofkäserin beim Verband für handwerkliche Milchverarbeitung im ökologischen Landbau e.V. (VHM) im Allgäu. Seit 2011 arbeitet Anne Jendrzejewski auf dem Familienbetrieb Hof Rittgarten mit und verkäst inzwischen 30.000l Milch pro Jahr für die Direktvermarktung.

Johanna Zellfelder studierte Landschaftsnutzung & Naturschutz, wollte dann Richtung Ökolandbau gehen und schrieb ihre Abschlussarbeit bei Frau Häring. Sie absolvierte ein Traineejahr bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft im Haus der GLS Bank in Bochum. Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) vergibt 25 Traineestellen in Unternehmen, um Nachwuchskräfte für die Biobranche praxisbezogen auszubilden. Johanna schreibt bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft Pressemitteilungen, organisiert Veranstaltungen und kümmert sich um das Fundraising. Neben der Arbeit wurde sie mit den anderen Trainees in Seminaren und durch Projektarbeiten sehr intensiv und professionell ausgebildet.