Vielfalt der Brandenburger Öko-Betriebe kam für zwei Tage nach Liepe – Sommerakademie 2014

Wie jedes Jahr präsentieren zum Ende des Sommersemesters die Studierenden des 2. Semesters „Ökolandbau und Vermarktung“ Ihre Projektergebnisse, die sie zusammen mit Brandenburger Praxispartner_innen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft erarbeitet haben. Dafür sind die Studierenden in Kleingruppen eingeteilt und verbringen über das Semester hinweg 10 Termine auf den Höfen bzw. in den Unternehmen, um an den realen Fragestellungen zu arbeiten. Parallel erhalten die Studierenden darüber Einblicke in den Betriebsablauf und können erste theoretische Erkenntnisse in der Praxis anwenden.

Foto: Teilnehmer_innen der Sommerakademie 2014 in Liepe

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Zwischen Storchennest und Lieper See präsentierten und diskutierten knapp 50 Studierende ihre Ergebnisse

Vom 27. bis 28. Juni fand die Sommerakademie dieses Jahr im Landhof Liepe statt. Dort präsentierten knapp 50 Studierende (2. Semester Studiengang Ökolandbau und Vermarktung) den  Praktiker/innen und Dozentinnen/en ihre Ergebnisse, die sie während des Sommersemesters im Rahmen des Moduls „Projekt Studienpartner Ökobetrieb“ auf 12 Öko-Betrieben Brandenburgs erarbeitet haben. Denn jeden Freitag fuhren sie in Kleingruppen auf die Betriebe, um zusammen mit den Betriebsleiter/innen vielfältige Projekte zu bearbeiten. So planten die Einen einen Schulgarten, die anderen eine Weidezentrale. Wieder andere bauten eine Rühranlage oder ein Apfellager. Auch konnten Saft aus Salat oder eine Hofgetreidesorte mit hohem Klebergehalt gekostet werden.

Gruppenfoto der Sommerakademie Teilnehmer/innen 2013 (Foto: Rieken 2013)

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Tomaten vertragen keinen Kaffee und Hühner mögen Himbeerkäfer

Und was sonst noch auf Brandenburger Ökobetrieben erforscht wurde

Die Sommerakademie findet alljährlich am Ende des Sommersemesters statt. Sie bildet den Abschluss des intensiven Moduls „Studienpartner Ökobetrieb“, wo Studierende, Praxispartner und Dozenten gemeinsam Lösungen für Probleme aus der Praxis erarbeiten. Im Rahmen des Moduls bearbeiteten Studierende des 2. Semesters Ökolandbau&Vermarktung (B.Sc.) in Kleingruppen 13 verschiedene Projekte, die von Partner-Ökobetrieben Anfang des Jahres eingereicht und nach Interesse an die Studierenden verteilt wurden.

Verstreut über Brandenburg wurden zum Beispiel mobile Lämmerställe geplant und gebaut, Pflanzenversuche mit Bohnen, Tomaten, Rhabarber und Johanniskraut durchgeführt, Kriterienkataloge für die Lieferantenauswahl erstellt, Milchviehställe den Ökokriterien angepasst sowie neue Schweinställe gebaut. Weiterhin wurde der Auslauf für Hühner verbessert, Bodenanalysen sowie betriebsplanerische Berechnungen durchgeführt und Hühner versuchsweise zur Reduktion der Himbeerkäferpopulation in eine Himbeerplantage geschickt.

Während der Sommerakademie, die dieses Jahr vom 5. bis 6. Juli in der Alten Schule Stegelitz stattfand, stellen die Kleingruppen Ihre Ergebnisse vor und diskutieren mit einem interessierten Publikum. Die Resonanz war dieses Jahr so groß, dass am Donnerstagnachmittag alle Stühle der Alten Schule für die Zuhörer/innen in Gebrauch waren.

Jochen Fritz, Kampagnenleiter von „Meine Landwirtschaft“, war als Gastreferent für Donnerstagnachmittag geladen. Er erläuterte die Idee hinter der Kampagne und stellte sich einer regen Diskussion über Sinn und Zweck seiner Kampagne.

Ein weiterer Höhepunkt der Sommerakademie war die Übergabe von Kooperationsverträgen. Nach erfolgreicher 2-jähriger Zusammenarbeit haben sieben Öko-Landwirte/innen den Vertag mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH) geschlossen. Fünf Partner/in waren zur persönlichen Vertragsübergabe durch den Dekan Prof. Jens Pape sogar anwesend.

Der Donnerstag endete mit einem gemeinsamen Grillen und Musik.

Am Freitag, 6. Juli 2012, wurden die vier letzen Vorträge präsentiert und diskutiert. Eine Gruppe testet in Zusammenarbeit mit VERN e.V. u.a. für den Tomatenanbau auf dem Balkon verschiedene Düngevarianten. Ein Ergebnis ist, dass die Düngung mit Kaffeesatz nicht zu sonderlich guten Wachstumserfolgen führt.

Insgesamt wurden die 13 Projekte sehr engagiert von allen Beteiligten bearbeitet. Die Neugier und Kreativität der Studierenden, die langjährige Praxiserfahrung der Ökobauern und – bäuerinnen sowie die Expertisen der HNEE-Dozenten haben auch dieses Jahr wieder einen fruchtbaren Nährboden für neue Forschungsergebnisse geschaffen – welche Hier und Da noch vertiefend bearbeitet werden.